Meine Ziele
Kinder
Junge Familien unterstützen - das ist mein Ziel. Das beginnt mit der
Kindertagespflege und setzt sich mit dem bedarfsgerechten Ausbau von
Kinderbetreuungsangeboten fort. Damit unsere Kleinen individuell gefördert
werden können, bedarf es kleinerer Kindergartengruppen und ausreichend
Personals. Für mich steht dabei die Wahlfreiheit an vorderster Stelle. Nicht
jede Familie braucht einen Krippenplatz für ihre Kleinsten. Deshalb unterstütze
ich auch den Aufbau eines weitreichenden Netzes an Tagesmüttern oder- vätern.
Schulen
Ein vielfältiges schulisches Angebot - das ist mein Ziel. Dabei sollen kleine
wohnortnahe Schulen erhalten bleiben. Nicht Ideologie oder rein finanzieller
Zwang, sondern die individuelle Förderung der Kinder muss dabei im Mittelpunkt
stehen. Eltern müssen die Chance haben, für ihr Kind die geeignete Schule
aussuchen zu können. Vielerorts platzen die Schulen aus allen Nähten- deshalb
muss über zusätzliche Schulen, etwa ein weiteres Gymnasium, beraten werden. Vor
diesem Hintergrund unterstütze ich auch die beantragte Einrichtung von
beruflichen Gymnasien an den beiden Berufsbildenden Schulen in Bingen und
Ingelheim.
Die Einrichtung neuer integrierter Schulformen sollte im Interesse aller
betroffenen Schüler nicht dazu führen, dass bestehende Regelschulen ersetzt
werden. Nur so kann die Qualität der Gesamtschulen erhalten bleiben und ein
wohnortnahes Angebot für alle Schüler garantiert werden.
Eine meiner ersten Aufgaben als Landrätin wird sein, mit den Mainzern den
Kontakt zu suchen, damit in Zukunft wieder Kinder aus unserem Landkreis an
Mainzer staatlichen Schulen aufgenommen werden.
Die Schülerbeförderung muss dringend verbessert werden!
Infrastruktur/ Wirtschaft
Ein schuldenfreier Landkreis - das ist mein Ziel. Natürlich ist das in Zeiten
der Finanzkrise nicht einfach, wie sie sich auf unsere Region auswirken wird,
steht noch nicht fest. Aber man darf nicht zu schwarz malen. Wenn man unsere
Unternehmen ansieht, dann zeigt sich: Sie sind gut gerüstet.
Mein Hauptaugenmerk ist die Entlastung der Kommunen. Viele von ihnen haben
Probleme, ihren Aufgaben nachzukommen, zum Beispiel Kindertagesstätten oder
Sporthallen zu finanzieren. Landesweit gesehen liegt der Landkreis Mainz-Bingen
mit seiner Kreisumlage an der Spitze- und das trotz der guten Gesamtsituation.
2009 gibt es noch einmal eine Steigerung um 12%. Es kann meiner Meinung nach
nicht sein, dass sich der Kreis auf dem Rücken der Kommunen saniert. Deshalb
fordere ich eine Senkung der Kreisumlage. Nur so werden unsere 66 Gemeinden und
Städte wieder finanzkräftiger.
Wirtschaftsförderung ist eine der wichtigsten Kernkompetenzen unseres
Landkreises. Arbeitsplätze im Kreis zu schaffen, muss unser Ziel sein. Das
bedeutet, Initiativen und Unternehmer zu fördern, die sich im Kreis ansiedeln
wollen. Hierfür muss die Infrastruktur im Landkreis stimmen. Wir brauchen ein
gut ausgebautes Straßennetz und einen funktionierenden öffentlichen
Personennahverkehr und vor Ort ausreichend Gewerbegebiete. Hier muss der
Landkreis die Kommunen unterstützen.
Familien wollen dort leben, wo es eine gute Infrastruktur gibt. Wo es eine
gute Infrastruktur gibt, siedeln sich Unternehmen an und schaffen wohnortnah
Arbeitsplätze. Hier schließt sich der Kreis.
Rheinbrücke bei Bingen und bei Nierstein
Beide Rheinufer enger miteinander verknüpfen - das ist mein Ziel.
Eine sehr gute Verkehrsinfrastruktur ist die Grundlage einer funktionierenden
und florierenden Wirtschaft. Bereits heute ist die bestehende
Verkehrsinfrastruktur überlastet. Ein Augenmerk liegt folglich auf den Brücken
als besonders wichtiger Verkehrsträger und Verbindungsweg zwischen
Ballungsgebieten. Vor allem Pendler und Gewerbetreibende sind auf überregionale
und schnelle Verkehrsverbindungen angewiesen.
Tourismus
Die Förderung des heimischen Tourismus - das ist mein Ziel. Denn unser Kreis hat
Touristen viel zu bieten: Unsere Kulturlandschaft, mit der ganz besonderen
regionalen Vielfalt in gleicher Weise wie unsere geschichtlichen Traditionen.
Schon jetzt bieten viele Winzer und Landwirte kombinierte Wein- und
Kulturkonzepte oder Ferien auf dem Bauernhof an. Die Weinlese, Wander- und
Walkingtouren, das römische Erbe mitsamt seiner Kultur, unsere Burgen und
Schlösser - dies alles kann kombiniert und zu buchbaren Angeboten gemacht
werden, die sowohl zu einem Aktivurlaub anregen können, aber auch Ruhe und
Erholung zulassen.
Barrierefreiheit
„Barrierefreiheit
“- das ist mein Ziel. Barrierefreiheit bedeutet, dass alle Einrichtungen für
alle Menschen- in jedem Alter und mit jeder Einschränkung oder Behinderung- ohne
technische oder soziale Abgrenzung nutzbar sind.
Barrierefreiheit bezieht sich oft ausschließlich auf den privaten Bereich. Ich
möchte jedoch, dass auch in den Kommunen gewährleistet ist, dass jeder Mensch
alle barrierefrei gestalteten Elemente seines Lebensraumes betreten, befahren
und selbstständig ohne fremde Hilfe benutzen kann. Dazu sollte bei der Planung
von Baugebieten oder Gebäuden schon früh barrierefrei geplant werden. Hier muss
der Landkreis den Kommunen hilfreich zur Seite stehen.
Landwirtschaft und Weinbau
Die Rahmenbedingungen für Bauern und Winzer zu verbessern - das ist mein Ziel.
Die Erzeugnisse unserer rheinhessischen Bauern und Winzer sind nahrhaft und
gesund. Unsere heimischen regionalen Produkte gewährleisten in besonderer Weise
Lebensmittelsicherheit. Um die Qualität unserer Landwirtschaft zu sichern,
müssen die Rahmenbedingungen für die Bauern und Winzer stimmen.
Dazu gehört neben der Reform der Erntehelferregelung auch der flächendeckende
Ausbau von Wein- Kompetenzzentren. Die regionale Selbstvermarktung muss deshalb
ihren besonderen Stellenwert haben.
Umwelt/ Klimawandel
Die Kulturlandschaft erhalten – das ist mein Ziel. Unser Landkreis zeichnet sich
durch vielfältige Regionen aus. Dabei ist jede Region auf ihre Art attraktiv und
liebenswert. Das gilt für die Weinberge genauso wie für die Waldlandschaften -
alle Landschaften sind erhaltenswert. Ich setze mich daher beispielsweise für
Programme ein, die der Verbuschung im Steillagenbereich entgegenwirken.
Die Folgen des Klimawandels machen sich auch in unserer Region bemerkbar. Wir
müssen speziell den Hochwassergefahren entgegentreten und die
Grundwasserproblematik mit einbeziehen. Die Landwirtschaft wird bei Viehhaltung
und Bodenbewirtschaftung technisch und methodisch vor neue Aufgaben gestellt.
Der Weinbau muss sich in einer langfristigen Evolution darauf einstellen, die
Chancen des Klimawandels auf neuen Wegen zu nutzen, ohne seinen regionalen
Charakter und seine Qualitätsstandards aufzugeben.
Integration
Integration verbessern – das ist mein Ziel. Meiner Meinung nach ist Bildung der
Schlüssel zu Integration, da Bildungserfolge Teilhabechancen im
gesellschaftlichen, politischen und vor allem im wirtschaftlichen Leben
eröffnen. Sprachförderung in Kita, Sprachkurse für Eltern
Im
Nationalen Integrationsplan haben die Länder erklärt, sie werden in den nächsten
fünf Jahren Aus- und Fortbildungsmaßnahmen vornehmen, die es allen Lehrerinnen
und Lehrern ermöglichen soll, deutsch als Zweitsprache zu vermitteln. Außerdem
wollen sie mehr Lehrerinnen und Lehrer aus Zuwandererfamilien einstellen, die
als Brückenbauer der Integration wirken sollen.
Schulen mit hohem Migranten- Anteil brauchen eine bessere Ausstattung: Mehr
Lehrpersonal, aber auch mehr Schulsozialarbeiter
Integration bedeutet auch Identifikation mit unseren Werten und der
Rechtsauffassung der aufnehmenden Gesellschaft. Das bedeutet auch: Wer fordert
muss fördern, wer Rechte beansprucht, muss Pflichten erfüllen. Integration ist
eine Lebensaufgabe, sie betrifft alle Lebensbereiche und Politikfelder.
Betonen möchte ich, dass gerade den Kommunen eine besondere Rolle zukommt;
findet die wesentliche Integrationsleistung doch „vor Ort“ statt. Staat und
Politik können Rahmenbedingungen schaffen, die Integrationserfolge finden aber
im alltäglichen Miteinander von Menschen mit und ohne Migrationshintergrund
statt.
Senioren
Politik mit und für Senioren zu gestalten - das ist mein Ziel. Ein
Familienlandkreis hat selbstverständlich auch die besonderen Bedürfnisse der
Seniorinnen und Senioren im Blick. Einiges ist im Werden- besonders bei den
Kommunen wird schon viel getan. Darüber hinaus kann sich der Landkreis als
Dienstleister auch für Senioren zeigen: Ich möchte, dass konkrete Hilfsangebote
entwickelt werden, die ein selbst bestimmtes Leben im Alter ermöglichen. Ich
denke da an Mehrgenerationenhäuser, Wohngemeinschaften oder eine aktive
Nachbarschaftshilfe. Dazu muss die Infrastruktur im Kreis stimmen: Ein breites
ärztliches und pflegerisches Angebot, ein öffentlicher Personennahverkehr, der
Seniorenwohnanlagen mit dem Dorfkern und Einkaufsmöglichkeiten verbindet, eine
möglichst wohnortnahe Grundversorgung.
Ehrenamt
Die Förderung des Ehrenamts - das ist mein Ziel. Gerade im kommunalen Bereich
wäre vieles nicht möglich- ich denke da an die Feuerwehren, Sport- und
Musikvereine und die Angebote für Kinder und Jugendliche. Von meinen Erfahrungen
in Der Enquete-Kommission „Jugend und Politik“ weiß ich, dass im Bereich der
Jugendförderung sehr viel getan wird, wofür wir dankbar sein müssen. Hier kann
man helfend eingreifen, indem beispielsweise bürokratische Hürden oder
Hindernisse abgebaut werden. Meinen Respekt vor den ehrenamtlich Tätigen möchte
ich durch eine effektive Unterstützung, wo immer es möglich ist, ausdrücken.
Angebote für Kinder und Jugendliche
Kinder und Jugendliche aktiv mit einbeziehen - das ist mein Ziel.
Die Ergebnisse der Enquete-Kommission „Jugend und Politik“, die der Landtag
2004-2006 durchführte, haben gezeigt, dass Kinder und Jugendliche großes
Interesse an Politik haben und der Wunsch nach einer Verbesserung des
Verhältnisses von Jugend und Politik bzw. Politikern besteht. Viele besuchte
„best practice-Termine“ haben gezeigt, dass Kinder und Jugendliche tolle Ideen
haben, die es Wert sind umgesetzt zu werden. Zudem gibt es auf kommunaler Ebene
zahlreiche Möglichkeiten, Kinder und Jugendliche an Entscheidungsprozessen zu
beteiligen oder mit ein zu beziehen.
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